Tränen.

Tränen sind so vielfältig. So oft gefallen bei tausenden und abermillionen Menschen. Leider sind sie oftmals bitterlich geweint und voll Schmerz. Man weint auch vor Freude, Glück oder wenn man die Bestie der Wut nicht mehr halten kann.
Kindertränen, geweint, weil die Puppe kaputt ist; Tränen voll Liebeskummer, weil der Geliebte die eigenen Gefühle nicht erwiedert; die Mutter, die ihr Kind vermisst, das nicht heimkehrte und der Großvater, der voll Schmerzen weint, weil seine Frau nun an einem besseren Ort ist. All das und so verzweifelter Schmerz, den man mit Worten anderen niemals erklären könnte, alles der gleiche Schmerz auf ihre Weise wissen zu verkraften. Alles die gleichen schmerzvollen Erfahrungen, die einen prägen und feine Risse in das Herz sprengen, manche größer als andere.
Diese Tränen kommen von weit innen und lassen sich nicht zurückhalten. Sie schmecken salzig, genauso wie das Meer. So weit und tief und geheimnisvoll. Es ist Befreiung, aber sie aufzuhalten ist beinahe unmöglich, denn es bereitet nur noch größeren Schmerz.
Wenn es einem wirklich schlecht geht, geht es einem nach den vielen verlorenen Tränen auch nicht besser. Der Kopf tut weh. Warum kann man es dann nicht einfach lassen? Jede Träne ist ein kleiner Sprengkörper und sie explodieren liebend gern dicht bei deinem Herzen. Dort, wo es am schmerzvollsten ist.
Früher dachte ich, dass die Tränen, lässt man sie frei, einen wieder glücklich machen. Sie glitzern so schön und sind so klein, dann tropfen sie einem die Wangen hinunter… doch heute weiß ich es besser. Sie symbolisieren anderen, dass es mir nicht gut geht und sagen „Lasst mich in Ruh‘.“ Doch die Botschaft kommt grundsätzlich falsch an. Ich wollte nie Mitleid. Dann kommen sie und trösten dich, obwohl auch sie dir nicht die Schmerzen nehmen können und du kannst es nicht mehr aushalten. Die Tränen fallen, aber ohne den Schmerz von dir zu tragen. Die Schmerzen bohren sich stattdessen tief in dein Herz, lassen nicht los und explodieren dann, damit es dir wehtut und du schreist vor Schmerz und Verzweiflung.

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Hello World

6 Antworten zu “Tränen.

  1. Schön geschrieben aber ich denke viel lieber an Freudentränen, die sind toll und so berauschend, leider vergießt man diese nicht so oft.

  2. Kirsten

    das ist schön :)

  3. freut mich, dass es euch gefällt… hab mir gedacht, vielleicht schreib ich mal öfters sowas in der art. mal die grauen zellen zum denken anregen, über sachen, über die man sonst nicht nachdenkt ^^

  4. @ Max: hab mir die Seite angesehen, da gibt es aber keine Soforthilfe, kannst du da noch mehr Adressen für uns raussuchen?

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