Monatsarchiv: Oktober 2007

Subkulturen: Emo

Der gestrige Abend war lang, die Nacht kurz. Meine ältere Schwester aus Oldenburg war zu Besuch und wir haben bis spät in die Nacht über „Emos“ philosophiert.
In ihrer Szene scheint dies noch nicht vorgedrungen zu sein. Vielleicht liegt es am Alter oder anderen Umständen, doch so fanden wir schnell heraus, dass auch sie ein Emo ist. Dezente Merkmale weisen darauf hin.

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Doch wie definiert man einen Emo und woher kommt das überhaupt und heißt es „emo sein“ oder „ein Emo sein“? Gute Frage, hab ich mir gedacht, als sie so was dann gegen 1 Uhr rausblubberte.
Noch lange philosophierten wir darüber was denn alles emo sei. Totenköpfe, darüber ist die Nation sich sicher einig. Doch was noch alles? Daher hier nun eine kleine Zusammenfassung unseres Gesprächs:

Totenköpfe, Kirschen, Erdbeeren? Joa, schwarz, rot, pink („Oh ich maaaag pink, ich hab mich nie getraut das zu sagen, aber jetzt bin ich ja emo juhu.gif “, Schleifen, gestreifte Strumpfhosen, Gedichte, roter Lippenstift, schwarz und rot lackierte Nägel, dunkle Augen, Selbstportraits, Umhängetaschen, Cordhosen („das kleine Kind letztes hat „Holzhose“ dazu gesagt. Ooohhh das war soo niedlich! doppelpunktd.gif “), Chucks („Auch in braun? Nein.), kariert und gepunktet, Emily the Strange („Meine Freundin hat mir letztens ein Portemonnaie mit ihr drauf geschenkt und meinte, dass sie die nicht kennt und mir das nur schenkt, weil die so aussieht wie ich smile.gif “), Krawatten, eigene Meinung, Unveränderlichkeit, Außenseiter, … („aber meine Muschelkette ist nicht emo, muss ich die jetzt abgeben?sad.gifm“ )

Nach diesem Gespräch und überwundener Müdigkeit schaute ich fix mal bei wikipedia nach und erkundigte mich, was der Rest sagt. Der Rest sagt folgendes:

„Emo (emotional Hardcore) bezeichnet ursprünglich ein Subgenre des Hardcore-Punk, auch Emocore genannt, das sich durch das stärkere Betonen von Gefühlen wie Verzweiflung und Trauer sowie durch die Beschäftigung mit persönlichen Themen wie Liebe und Freundschaft auszeichnet.“

Na gut, dachte ich mir. Jetzt weiß ich, dass es von einer Musikrichtung zu einer Art Lebensrichtung oder – einstellung geworden ist.
Doch daran ist lang nicht alles gut. Die Menschheit wird in Schubladen unterteilt, kommt da meist auch nicht mehr raus und demnach von außen beurteilt. Vorurteile und Gerüchte herrschen vor der eigenen Meinung. So werden andere Gruppen nicht toleriert, sondern beschimpft und niedergemacht. Heute noch viel schlimmer als damals, denn die Komode mit Schubladen ist gewachsen. Wo es damals Tussen, Ökos und Grunge gab, wurde es heute um Hopper, Rocker, Metaller, Punks, Emos und vielleicht um eins, zwei Gruppen mehr, erweitert.

Doch as gibt auch diese Menschen, die in keiner Schublade sind, aber in eine hinein wollen, um dazuzugehören. Somit versuchen sie beispielsweise krampfhaft emo zu sein, versuchen ihre Merkmale ausfindig zu machen und sie sich anzueignen.

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illustration siehe www.uarrr.org 

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Rantanplan.

Ich gehe Mittwoch zum Rantanplan Konzert, lalalalalalalalala Nur noch 2 Mal schlafen, dann gehe ich zum Konzert lalalala! gumbo.gif

pff.gif

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